Fallbeispiel Tierkommunikation mit Harras

Aktualisiert: 3. Sept 2020


Gespräch vom 11.01.2019 Als Harras zu Mira und Daniela kam war er in einem körperlich sehr schlechten Zustand. Die erste Zeit war er kaum zu händeln. Er ließ sich nicht aufzäumen und satteln schon mal gar nicht. Es wurde zuerst mit Bodenarbeit begonnen und lange Spaziergänge mit ihm gemacht. Geritten wird er heute nicht mehr.

Mira und Daniela möchten gerne wissen:

Wie geht es dir Körperlich zur Zeit?

Hast du Schmerzen?

Was hast du erlebt? Magst du darüber sprechen?

Wie kommst du mit der Haltung zurecht?

Mein erster Eindruck:

Harras ist ein sehr freundlicher und aufmerksamer Wallach. Er hält jedoch von fremden etwas Abstand. Da ist er eher misstrauisch und tastet sich vorsichtig an. Wenn das Eis gebrochen ist muß man schon aufpassen. Dann ist er sehr frech und aufdringlich. Harras ist sehr verwöhnt und das nutz er auch voll aus. Im Umgang mit anderen Pferden ist er eher der ruhige Typ wenn es nicht gerade um Futter geht.

BodyScan:

Es wird mir ein stark verspannter Rücken angezeigt ( der hängt sehr stark durch und verursacht Schmerzen bei Belastung) und die Gelenke an allen vier Beinen (eventuell Arthrose von der starken Überbelastung über viele Jahre). Die Atemwege sind gereizt (das ist wahrscheinlich schon Chronisch von der langen Zeit in einer unsauberen Box)

Wie geht es dir körperlich zur Zeit? Hast du Schmerzen?

„ Ich fühle mich nicht so gut im Moment, wenn das schlechte Wetter los geht merke ich meine Knochen schon ganz doll. Die Beine fühlen sich steif an wenn ich länger gestanden habe und für meinen Rücken wäre schon eine Decke toll zum wärmen. Das tut mir gut. Ansonsten geht es mir gut. So richtige Schmerzen habe ich nicht, nur diese steife Gefühl“.

Was hast du erlebt? Magst du darüber sprechen?

Harras möchte nicht so wirklich darüber reden, ist aber bereit es der Besitzer zu liebe zu tun.

„Früher war mein Leben nicht so schön. Ich musste schon früh schwer arbeiten, da war für spielen keine Zeit. Die Menschen in meinem Leben haben mich gezwungen zu arbeiten, obwohl ich oft nicht wusste was sie von mir wollten und mir das alles zu schwer war. Wenn ich nicht weiter konnte und einfach stehen geblieben bin um nichts falsch zu machen, haben sie mir weh getan. Das alles hat mir Angst gemacht und irgendwann habe ich mich gewehrt. Das war keine schöne Zeit. Wenn die Arbeit beendet war habe ich in einer dunklen Box gestanden. Da waren Gitter vor den Fenstern. Ich habe die anderen Pferde gehört aber nicht gesehen. Manchmal war ich ganz lange an einem Stück in der Box. Das hat mich sehr traurig gemacht. Auf dem Reitplatz musste ich immer über Hindernisse springen die mir viel zu hoch waren. Wir sind auch auf Turniere gefahren ganz lange. Irgendwann konnte ich nicht mehr so gut arbeiten und dann hat man mich einfach abgestellt in meiner Box.

Wie kommst du mit der Haltung zurecht?

„ Der Stall heute ist super, ich habe so viel Bewegung wie ich möchte. Wenn ich keine Lust habe kann ich mich unterstellen und dösen. Der Offenstall bietet genug Platz und es gibt den ganzen Tag was zu fressen. Der Heu Ballen steht in einer großen Rauf wo ich mit meinen Kumpels fressen kann. Ich liebe Möhren und wenn Mira und Daniela vorbeikommen gibt es immer welche für mich. Ich werde verwöhnt, geputzt und geschmust. Ich bin sehr dankbar für mein neues Leben.


(Name und Bild wurden wegen Privatsphäre geändert)

19 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Nachtjacken...

Meine tierischen Begleiter

Cassandra

geb. 21.04.04

Sunny

geb. 06.04.10

Tropical Leaves

Erreichbarkeit

        Montag - Freitag        

          von 9 - 16 Uhr           

   oder nach Vereinbarung 

© 2021 tierisch-gedacht Claudia Selic Tierkommunikation | Datenschutz | Haftungssauschluss | Impressum |    AGB

  • White Facebook Icon
  • White Instagram Icon